Ehemaliger Tagebau

In der Grube Gombeth wurde von 1970 bis 1986 Braunkohle gefördert. Von der damaligen Rohstoffgewinnung ist heute nichts mehr zu sehen. Anstelle des Tagebaulochs entsteht nun ein neuer künstlicher See. 

Landschaftswandel

Das ehemalige Tagebauloch wird geflutet und der Landschaftswandel schreitet zügig voran. Stück für Stück steigt der Wasserspiegel des künftigen neuen Sees und die Natur erobert sich ihr Land langsam zurück.

Naherholungsgebiet

Noch gibt es keine konkreten Pläne für den neuen See.  Auch eine Nutzung, oder das Baden im künftigen See ist wegen Flutung strengstens verboten, aber man kann jetzt schon bei einem Spaziergang die Schönheit des künfigen Sees erahnen.

Ein neuer See entsteht: "Gombether-See"

Im Zuge der Renaturierung entsteht in Borken/Hessen ein neues Naherholungsgebiet für Groß und Klein


Ein neuer See entsteht

Heute sind noch die Spuren vom Tagebau sichtbar, doch man sieht schon jetzt die Entwicklung hin zu einem neuen See.


Borkener Seenland

Von viel Wasser umgeben, so präsentiert sich das hessische Städtchen Borken und seine umliegenden Dörfer

Die Entstehung der Seen

Das Borkener Seenland bei Borken im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis besteht aus einer Reihe künstlicher Seen und Teiche, die sich teilweise noch in der Entstehung befinden wie z.B. der Gombether See. Der Singliser See ist ebenfalls  ein künstlich angelegter See.

 

Mit dem Abbau von Braunkohle wurde im Raum Borken 1897 begonnen. Von 1922 bis zur Stilllegung des Kraftwerks und des Bergbaus im Jahr 1991 diente die Braunkohle vor allem der Stromerzeugung. Danach setzten umfangreiche Rekultivierungsmaßnahmen des ehemaligen Tagebaureviers ein. Das Borkener Braunkohlerevier beanspruchte insgesamt eine Fläche von 1.500 Ha (1Ha = 10.000m²).

In der Grube Singlis wurde die Braunkohle wurde von 1961 bis 1972 gefördert. Durch aufsteigendes Grundwasser ist der Tagebau nach dem Ende der Förderung von Braunkohle zu einem See geworden. Die Flutung hat von 1972 bis 1980 angedauert. Der Gombether-See ist hervorgegangen aus dem ehemaligen Braunkohle-Tagebau "Altenburg III" und entsteht im Zuge der Rekultivierung seit 1988 durch den Zulauf von Grund- und Regenwasser.

Die Gewinnung von Braunkohle und ihre energetische Nutzung hatte tiefe Eingriffe im Landschaftsbild (Halden, Senkungsgebiete und "ausgekohlte" Restlöcher) hinterlassen. Um so wichtiger war es, eine sanfte, ökologische Rekultivierung herbei zu führen. In der ersten Hälfte des 20. Jh. wurden die bergbaulichen Flächen in Deutschland zumeist sich selbst überlassen. Erst später  entwickelte sich zunehmend der Prozess der Rekultivierung des sogenannten Ödlandes. Am verbreitetsten sind dabei die land- und forst- sowie die wassertechnische Rekultivierung der Landschaft.

 

 

Im Zuge der Rekultivierung  entstanden in der Gemarkung Borken folgende Seen und Teiche, die das heutige Borkener Seenland als Erholungsgebiet ausmachen :

  1. Stockelache
  2. Gombether See
  3. Singliser See
  4. Borkener See
  5. Stolzenbacher Teich
  6. Teufelsbach Teich
  7. Haarhäuser See
  8. Dillicher See
  9. Schloßteich

Kernstück des "Borkener Seenlandes" ist das Naturschutzgebiet "Borkener See".  Eine Idylle der stillen Erholung, eine Oase für Tiere und Pflanzen. Von einem Wanderweg rund um den See sowie Aussichtsständen kann sich der Betrachter selbst ein Bild von der Einmaligkeit dieses Naturschutzgebietes verschaffen.

Die Rekultivierung der ehemaligen Tagebaulöcher ist im hessischen Borken gut durchdacht und geplant worden, wie man an der jetzigen idyllischen Landschaft und Natur erkennen kann. Herausgekommen ist eine künstlich angelegte Seenlandschaft, die heute den Touristen und Besuchern einen hohen Freizeitwert bietet.

Quelle: braunkohle-bergbaumuseum

Gelesen 1135 mal Letzte Änderung am Montag, 18 Januar 2016 09:44
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